VOC versus CO₂

Der grundlegende Unterschied zwischen reiner CO₂ Messung und umfassendere VOC Messung ist, dass CO₂-Sensoren nur ein Gas in der menschlichen Ausatemluft ermitteln, während VOC-Sensoren fast alle Verunreinigungen der Raumluft durch chemische Stoffe erfassen.

Für eine automatische Lüftungsregelung in Räumen sind sie deshalb zu bevorzugen, weil sie die allgemeine Luftqualität erkennen. Außerdem bringen sie oft eine Temperatur- und Feuchtemessung mit, was ebenfalls der Einschätzung der Luftqualität dient.

Gegen Infektionsrisiko und darüber hinaus auch Nachhaltig

Baumaßnahmen

Aus Baumaterialien gelangen flüchtige organische Verbindungen in die Raumluft, woraus negative Wirkungen für die Personen im Raum entstehen. Insbesondere nach kleinen Baumaßnahmen, Renovierungen und Instandhaltungen kommt es des Öfteren zu Klagen von Schülern und Lehrern über eine schlechte Innenraumluftqualität.

 

PC, Kopierer und Drucker

Kopierer und Drucker, vor allem Laserdrucker, können beim Betrieb geringe Mengen an VOC abgeben und führen zu Raumluftbelastungen. In letzter Zeit wird oft auch in der Presse oft berichtet, dass von diesen Geräten Raumluftbelastungen mit flüchtigen organischen Verbindungen (Styrol, Benzol etc.) sowie mit Feinstaub ausgehen können.

 

Reiniger und Lösemittel

Auch beim täglichen Reinigen der Flächen und Böden gelangen VOC in die Luft.

 

Schimmelpilze

Schimmelpilzwachstum tritt meist infolge von Feuchtigkeitsschäden in Innenräumen auf. Diese Schimmel-Mikroorganismen erzeugen flüchtige Stoffwechselprodukte, wie z. B. verschiedene Alkohol-, Aldehyd- und Ketonverbindungen, die in die Raumluft gelangen. Unter den VOC, die von Lebewesen herrühren, zählen die MVOC. Sie sorgen bei Intensität unter anderem auch für einen unangenehmen Geruch. Aber selbst bevor der wahrnehmbare Geruch entsteht, sind diese giftigen MVOC in der Luft und führen zu gesundheitlichen Schäden.

 

 

VOC und die Gesundheit

Je nachdem, wie hoch die Konzentration der VOC in der Raumluft ist, und je nachdem wie sensibel man auf diese Stoffe reagiert, beeinflussen sie das Wohlbefinden von mäßig bis stark. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Reizungen der Haut, Augen und Schleimhäute, Reizungen der Atemwege, Konzentrationsschwäche und sogar Übelkeit zählen zu den Symptomen.

Empfohlene Richtwerte

Das Umweltbundesamt hat Richtwerte für die Konzentration bestimmter VOC in der Innenraumluft festgelegt. (Quelle: Umweltbundesamt)

 

Konzentrationsbereich [mg TVOC/M³]

 

CO2-Konzentration (ppm)

Stufe 1

<= 0,30 mg/m³

Hygienisch unbedenklich

< 1000 ppm

Stufe 2

0,30 – 1,0 mg/m³

Hygienisch noch unbedenklich, sofern keine Richtwertüberschreitungen für Einzelstoffe bzw. Stoffgruppen vorliegen

 

Stufe 3

1,0 – 3,0 mg/m³

Hygienisch auffällig

1000 – 2000 ppm

Stufe 4

3,0 – 10 mg/m³

Hygienisch bedenklich

 

Stufe 5

> 10 mg/m³

Hygienisch inakzeptabel

> 2000 ppm

Das Umweltbundesamt empfiehlt, die Summe der organischen Verunreinigungen immer unter 10 bis 25 mg/m3 (entspricht ca. 5 bis 10 ppm, abhängig vom jeweiligen VOC) zu halten.

Fernüberwachung der Luftqualität, Monitoring und Schuldashboard

Mit unserer AIR GOOD-Ampel in Verbindung mit der AIR GOOD App lassen sich die Messwerte auf einem Dashboard sichtbar machen und monitoren.

So kann die Leitung stets die Luftqualität in den Klassen/-Büroräumen überwachen und bei Schwellwerten handeln. Die von dem VOC Sensor erfassten Werte könnten auch in anonymisierter Form zur Statistischen Auswertung für mögliche Infektionsquellen herangezogen werden.